Ölschlagmühle Wiesthal

Neben den Mahl- und Sägemühlen waren Ölmühlen im Unterfranken des 19. Jahrhunderts die dritthäufigste Mühlenart.
Im Jahr 1833 errichtete der Bauer Sebastian Fleckenstein diese Ölmühle am Ortsrand der Spessartgemeinde Wiesthal zur Herstelleung von Speiseöl aus Raps- und Bucheckern.
Die heute archaisch anmutende Mühlentechnik besteht aus einem Kollergang zum Zermahlen der Samen und einer Röste zum anschließenden Erhitzen des Mahlgutes.
Mit Hilfe einer Stempelpresse wurde schließlich das Öl aus den Samen gepresst.
Das Endprodukt, das der bäuerliche Kunde des Ölmüllers zu Hause noch reinigen musste, diente als Speiseöl (Rapsöl) oder als Brenn- und Schmiermittel (Lein- und Hanföl).


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