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"Bernnharts
vor der milsenburg..." nennt eine Viehzählungsliste aus dem
Jahr 1510 den Weiler Oberbernhards und beschreibt damit dessen Lage am
nordöstlichen Abhang der Milseburg in der westlichen Kuppenrhön.
Der Ort war im alten Reich (bis 1806) grundherrschaftliches Eigentum der
Fürstäbte von Fulda. Nach kurzer Zugehörigkeit zum Großherzogtum
Würzburg (1805-1814) war Oberbernhards von 1814 bis 1866 ein bayerischer
Weiler und gehörte von 1866 bis 1918 zur preußischen Provinz
Hessen. Nach 1945 wurde es dem gleichnamigen Bundesland eingegliedert.
Oberbernhards hat die Ortsform eines lockeren Platzweilers mit nur wenigen,
deutlich gegliederten Hofreiten. Auf den insgesamt sieben wohnten im Jahr
1790 ca. 70 Einwohner, um 1890 waren es noch 46 auf nunmehr fünf
Höfen.
Bis
in die Gegenwart hinein waren die Hofbesitzer Vollbauern, d. h. sie erstritten
ihr Einkommen allein aus der Landwirtschaft, also mit Feldbau und zum
überwiegenden Teil mit Milchwirtschaft, Rinder- und Schafzucht. Die
Betriebsgröße betrug im Durchschnitt 20 ha, wobei der größte
Teil der Flächen auf die Viehweiden, die sogenannten Hutungen fiel.
Der Hof mit der Hausnummer 4 (Hausname Oberstorch) ist seit 1782 un-unterbrochen
im Besitz der Familie Storch. Damals verheiratete sich Johannes Storch,
geb. 1754, aus Weihers mit der Bauerntochter Eva Margaretha Wehner, geb.
1753, der Tochter des vorhergehenden Besitzers. Nur der jeweilige Hoferbe
bewohnte mit seiner Familie das Haupthaus, während dessen Geschwister
im Auszugshaus (= Austragshaus) Logis beziehen mussten.
"Im Austragshaus befindet sich ein Brotzeitstübchen in dem Sie an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen regionale Brotzeiten und Getränke erwerben können." |